Die Leipziger Buchmesse – ein Forum für Literaturübersetzende
Die Leipziger Buchmesse öffnet ihre Tore, in der ganzen Stadt findet zusätzlich das Lesefest „Leipzig liest“ statt. Im Forum Übersetzen/Salon International, das dieses Jahr wieder mit einem umfangreichen Programm aufwartet, bietet man uns Literaturübersetzer*innen eine Bühne.
Branchenverbände und -netzwerke wie der Vdü, der AvÜ oder die BücherFrauen beteiligen sich mit Veranstaltungen, wie auch die Weltlesebühne. Es wird u.a. um Übersetzen von Kinder- und Jugendliteratur, Vielstimmigkeit, Übersetzen für die Filmsynchronisation oder Lyrik übersetzen gehen.
Literaturübersetzerinnen als Verlegerinnen
Ein besonderes Highlight ist am 19.3. das Gespräch der beiden Literaturübersetzerinnen und Verlegerinnen Jeannette Bauroth und Veronika Siska. Erstere konnte gerade mit ihrem Second Chances Verlag einen Überraschungserfolg landen: Die queere Eishockey-Romance „Heated Rivalry“, die auch als Streamingserie herauskam. Veronika Siska gründete ihren Allee Verlag, mit dem Ziel, Bücher aus europäischen Sprachen zu veröffentlichen, die im deutschsprachigen Raum unterrepräsentiert sind. Sie ist auf und während der Messe in Leipzig mit zahlreichen Veranstaltungen vertreten.
Eine Veranstaltung der Weltlesebühne zur Übersetzungskritik
Die Weltlesebühne ist als Kooperationspartner des Forum Übersetzen mit einer Veranstaltung zum Thema Übersetzungskritik präsent: Am 20.3. um 12:00 Uhr diskutieren die Übersetzerinnen Karen Nölle und Kristina Kallert darüber, was man von einer fundierten Rezeption von Literaturübersetzung in Medien erwarten könnte sollte, die hoffentlich über Adjektive wie „kongenial“ und „stimmig“ hinausgeht. Moderiert wird das Gespräch von Kollegin Patricia Klobusiczki.
Karin Betz über ihre Übersetzung von „Schwanentage“ bei „Leipzig liest“
Auch beim Lesefest „Leipzig liest“ ist die Weltlesebühne vertreten: Am 20.3. um 19 Uhr stellt die Literaturübersetzerin aus dem Chinesischen Karin Betz im Gespräch mit der Sinologin Lina Thoelke den Roman „Schwanentage“ von Zhang Yueran vor. Sie wird im Konfuzius-Institut von den übersetzerischen Herausforderungen berichten, vor die die gleichermaßen poetische wie präzise Sprache der Autorin sie gestellt hat. Thema wird aber auch sein, welche Möglichkeiten und Grenzen gesellschaftskritische Literatur in China haben.
Nach der Messe: Ein Abend über Nobelpreisträger László Krasznahorkai
Und nach der Messe geht es weiter in Leipzig: Die Weltlesebühne lädt am 26.3. in die Stadtbibliothek zu einem Abend über den Nobelpreisträger László Krasznahorkai ein. Seine deutsche Stimme, Literaturübersetzerin Heike Flemming gibt Einblicke in ihre Übersetzungsarbeit aus dem Ungarischen und das 2025 in ihrer Übersetzung beim S.Fischer Verlag erschienene Buch „Zsömle ist weg“.
Die Moderation übernimmt Übersetzerkollegin Tünde Malomvölgyi
Wir wünschen allen Kolleg*innen eine erfolgreiche spannende Messe und den Veranstalter*innen zahlreiches interessiertes Publikum!
K.S.


