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Die Weltlesebühne im Januar: Georgien in Zürich, Japan in Frankfurt und Schweden in Bonn

Wir wünschen Ihnen/euch ein gutes Neues Jahr!
Im Januar startet die Weltlesebühne mit gleich drei Veranstaltungen, in denen wir
Literaturübersetzenden eine Bühne bieten, um sich und ihre Arbeit sichtbar zu machen.

Am 23. 1. steht die Buchhandlung 1002F in Zürich ganz im Zeichen georgischer Literatur. Dort ist man u.a. auf Literatur in den Sprachen des Mittelmeerraums spezialisiert und setzt auf gesellschaftliche und sprachliche Vielfalt.
Die Übersetzerinnen Rachel Gratzfeld und Natia Mikeladse-Bachsoliani lesen in der Veranstaltung aus ihren Übersetzungen von Das zweite Zimmer von Magda Kalandadse (Verlag Friedrich Mauke) und Müllschlucker – Verloren in Tiflis von Iwa Pesuaschwili.
Im Gespräch mit Sonja Bonin werden sie über die aktuell schwierige Situation der Literaturschaffenden in Georgien sprechen, aber auch über die lange Tradition der georgischen Literatur.
Durch den Gastlandauftritt bei der Frankfurter Buchmesse 2018 haben zahlreiche georgische Autoren und Autorinnen Eingang in die deutschen Verlage gefunden, nicht zuletzt durch die Literaturübersetzenden, die unermüdlich Bücher zur Übersetzung empfohlen haben.

Am 27.1. geht es in Frankfurt in der Buchhandlung Weltenleser um die Übersetzung japanischer Literatur: Literaturübersetzerin Ursula Gräfe stellt im Gespräch mit Kollegin Karin Betz ihre Übersetzung von Sayaka Muratas „Schwindende Welt“ vor.
Der Roman, der in einer nahen Zukunft spielt, befasst sich kritisch mit den Konzepten Sex, romantische Liebe, Ehe und Familie. Stil und  Symbolik Muratas erfordern ein besonderes Gespür bei der Übertragung ins Deutsche.
Ursula Gräfe gibt dazu Einblicke in ihre Übersetzer*innenwerkstatt und erzählt, wie sie dabei neue unerwartete Aspekte im Schreiben der Autorin  durch ihre Arbeit am Buch entdeckt hat . Auch interessant: Ein Interview mit Ursula Gräfe auf der Seite des Aufbau-Verlags.

Am 30.1. ist die Weltlesebühne zu Gast im Literaturhaus Bonn : Autor Mattias Timander und seine Übersetzerin Hanna Granz sprechen über eine  besondere Übersetzung. Der Roman „Dein Wille wohnt in den Wäldern“ ist gleich in drei seltenen Sprachen beziehungsweise Dialekten geschrieben: Tornedalisch, Nordschwedisch und Meänkieli. Sicher eine große Herausforderung für das Übersetzen: Wie bringt man diese Sprachenvielfalt adäquat ins Deutsche? 
Die  Verlegerin – und Literaturübersetzerin aus dem Tschechischen – Veronika Siska setzt mit ihrem Allee-Verlag auf das Konzept,  Bücher aus europäischen Sprachen zu veröffentlichen, die in der deutschsprachigen Verlagslandschaft nicht oder kaum präsent sind. Spannend!

Informationen zu allen Veranstaltungen finden sich auch auf der Webseite der Weltlesebühne.

K.S.