Gekrönte Häupter auf der Leipziger Buchmesse
Nach Manfred Gmeiner, der den Preis der Leipziger Buchmesse für Übersetzung 2026 erhielt, wurde ein weiteres Haupt der Übersetzung während der LBM mit einem Preis gekrönt: Am 20. März wurde im Forum Übersetzen die Übersetzerin Silvia Morawitz mit dem Rebekka Preis für langjähriges, herausragendes Übersetzen ausgezeichnet.
Unser Teamkollege Julian Müller von der Digitalen Weltlesebühne hat die Preisverleihung aufgezeichnet. Das Video ist auf dem YouTube-Kanal der Weltlesebühne zu sehen.
Der Preis
Dieser Preis des Freundeskreises zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzung wird seit 2021 jährlich auf der LBM verliehen und ist mit fünftausend Euro dotiert.
Nach Cornelia Holfelder-von der Tann, Maike Dörries, Regina Rawlinson, Anne Emmert und Malte Krutzsch ist Silvia Morawitz die sechste „Rebekka“ – Preisträgerin.
In der Begründung der Jury heißte es:
„Die Literaturübersetzerin Silvia Morawetz (ist) bekannt als deutsche Stimme von Joyce Carol Oates, James Herriot, Paul Harding, Ali Smith u. v. a. Seit vierzig Jahren übersetzt die promovierte Anglistin, Amerikanistin und Germanistin aus dem Englischen, vornehmlich britische, US-amerikanische und kanadische Autorinnen und Autoren. Die Jury begründet die Auszeichnung u. a. mit „der Präzision, der Tongenauigkeit und der stilistischen Raffinesse“ in all den unterschiedlichen Genres, die sie den deutschsprachigen Leserinnen und Lesern nahegebracht hat, ob Roman, Krimi, Erzählung, Lyrik, Essay, Jugendliteratur, Hörspiel, Biografie oder Kunstgeschichte. Mit Silvia Morawetz zeichnet die Jury nicht nur eine brillante, stilsichere Übersetzerin aus, sondern auch eine engagierte Kollegin, die sich viele Jahre lang für die Belange ihrer Berufsgruppe eingesetzt hat.“
Die Rebekka – Preisverleihung 2026
Die Vizepräsidentin des Freundeskreises Petra Bös stellte Silvia Morawitz mit ihren Lebens- und Berufsstationen ausführlich vor. Dann überreichte sie ihr die Preisurkunde sowie eine Federzeichnung und Aquarell der Übersetzungskollegin und Künstlerin Friederike von Criegern, zu sehen auf Seite 305 von Sein Garten Eden von Paul Harding.
Im Anschluss lasen die Kolleg*innen Claudia Amor, Friederike von Criegern, Ebba D. Drolshagen, Karen Nölle und Jan Schönherr jeweils die Seite 99 aus verschiedenen Übersetzungen der Preisträgerin, exemplarisch für ihre übersetzerische Vielfältigkeit. Den Abschluss bildete ein lebhaftes und aufschlussreiches Gespräch, das Maria Meinel mit Silvia führte.
Mehr zur Preisverleihung sowie zur Rebekka 2026 und zu Silvia Morawetz findet man hier.
B.E.


